Mehr Sicherheit auf unseren Straßen

Die PKW- Dichte in der Oberpfalz betrug 670 Pkw pro 1000 Einwohner, der bayernweite Durchschnitt lag bei 635 und in der Stadt Nürnberg war die Dichte mit 471 am geringsten.

Natürlich wissen wir alle: Wer am Land lebt, braucht ein Auto, um seinen täglichen Verpflichtungen nachzugehen. Zweifelsfrei ist auch, dass die Pkws zunehmend größer, schneller und leiser werden. Was den Fahrer vielleicht freut, wird für andere Verkehrsteilnehmer zur täglichen Herausforderung.Es gibt wohl nicht viele Bürgerinnen und Bürger, die noch nicht selbst die ein oder andere brenzlige Situation im Straßenverkehr erlebt haben.

Ein besonders trauriges Lied können vor allem die Anwohner an den Ortsein- bzw. ausgängen singen, wenn sie täglich mitansehen müssen, wenn Verkehrsteilnehmer mit z.T. deutlich überhöhter Geschwindigkeit das Leben von Menschen und Tieren gefährden. Erfahrungen aus anderen Landkreisen zeigen, dass Fahrbahnteiler auf Höhe der Ortsschilder eine wirksame Maßnahme sein können. Um diese zu errichten, benötigt es zunächst die Kooperation mit dem Landkreis, da es sich um Kreisstraßen handelt. Auch sind diese baulichen Maßnahmen nicht gerade billig (und für Oberbibrach und Vorbach bräuchte es sechs dieser „Verkehrsinseln“). Deshalb sind neben diesen baulichen Maßnahmen auch weitere gefragt, um eine Verhaltensänderung der Pkw- Fahrer zu erreichen. Dazu können auch Geschwindigkeitsmessungen („Blitzer“) zählen.

Zu schnell gefahren wird auch z.B. in 70er- Zonen außerorts, zum Beispiel zwischen Ober- und Unterbibrach. Hier könnte als kostengünstige Lösung ein geschotterter Fußgängerweg entlang der Kreisstraße für mehr Sicherheit für die nicht kleine Zahl an Fußgängern sein, die den Weg regelmäßig nutzen.

Der wohl wichtigste Aspekt betrifft die Sicherheit unserer Schulkinder, die täglich am Morgen zu Fuß gehen, zu einer Zeit, zu der auch der Berufsverkehr am stärksten ist.
In Zusammenarbeit mit betroffenen Eltern haben die Freien Wähler im April 2023 einen Antrag zur Verbesserung der Situation eingereicht. Darin wurden unter anderem die Anbringung frostfreier Spiegel, ein temporäres Durchfahrverbot für die Bachgasse (an Schultagen z.B. von 7 bis 8 und von 11 bis 14 Uhr, Anlieger frei) sowie die Einstellung von Schulwegbegleitern, die beim Überqueren der Hauptstraße helfen, gefordert, was im Gemeinderat auch auf breite Zustimmung stieß. Die Suche nach Schulwegbegleitern (via Mitteilungsblatt) verlief damals erfolglos, leider wurden aber auch die anderen Maßnahmen nicht umgesetzt. 

Darum wollen wir das Thema erneut angehen und wichtige Schritte für mehr Sicherheit auf den Straßen unserer Heimat ergreifen!