Sicherung der Wasserversorgung – Verantwortung für heute und morgen
Sauberes Trinkwasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. In den 1960er- und 1970er-Jahren haben unsere Vorfahren mit großer Weitsicht eine eigenständige Wasserversorgung aufgebaut. Dieses System sichert uns bis heute eine hohe Wasserqualität, die ohne chemische Aufbereitung auskommt – ein großer Vorteil für unsere Bürgerinnen und Bürger und ein Wert, den es zu bewahren gilt.
Gleichzeitig stehen wir vor großen Herausforderungen:
Das Leitungsnetz des Wasserzweckverbandes ist in die Jahre gekommen. Abschnitt für Abschnitt wird es bereits dort erneuert, wo sich durch Straßenbaumaßnahmen sinnvolle Gelegenheiten ergeben. Diese Strategie ist richtig und muss konsequent fortgeführt werden. Eine sukzessive Erneuerung des gesamten Netzes wird jedoch unausweichlich sein, um Qualität und Versorgungssicherheit dauerhaft zu gewährleisten.
Ein besonderes Risiko besteht aktuell bei der Hauptleitung von der Vorbacher Bahnbrücke in südliche Richtung. Sollte es dort zu einem Rohrbruch kommen, wären nicht nur die Haushalte in Vorbach, sondern alle angeschlossenen Ortschaften (mit Ausnahme von Höflas) gleichzeitig ohne Wasserversorgung. Ein solcher Totalausfall wäre für unsere Gemeinde nicht hinnehmbar.
Um dieses Risiko wirksam einzudämmen, ist der Bau einer Ringleitung vom Hochbehälter über den Weiler Grün bis nach Oberbibrach notwendig. Zudem setzen wir uns in einem zweiten Schritt für den Bau einer Verbundleitung zwischen Ernstfeld und Moos ein. Diese Maßnahmen würden die Versorgung deutlich stabiler machen und im Störungsfall eine alternative Einspeisung ermöglichen. Für die FWG ist klar: Versorgungssicherheit für alle Ortsteile muss langfristig gewährleistet sein.
Zusätzlich muss im Wasserhaus am Tennisplatz die komplette Elektroinstallation erneuert werden.
Diese große Aufgabe wird die Verantwortlichen in beiden Gemeinden sowie im Wasserzweckverband intensiv beschäftigen. Dabei wollen wir ehrlich bleiben: Eine zukunftssichere und selbstständige Wasserversorgung ist nicht zum Nulltarif zu haben. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Beiträge und Gebühren kostendeckend kalkuliert werden müssen. Wichtig ist für uns, dass Investitionen vorausschauend, transparent und verantwortungsvoll erfolgen.
Die FWG Vorbach–Oberbibrach–Höflas steht für eine nachhaltige Wasserpolitik:
Bewahren, was gut ist – erneuern, was notwendig ist – und heute die Entscheidungen treffen, die auch morgen noch tragen.