20.02.2020
Bewährtes aus der Ära Roder erhalten und die Gemeinde verantwortlich weiter entwickeln

Ein Bericht von Robert Dotzauer (Neuer Tag, 19.02.2020)

Sicherung des Schulstandortes, zeitgemäße Medienausstattung und ein Loblied auf die „Hängematte“: das Bildungswesen in der Gemeinde ist den Bürgern heilig. Das Bildungsthema steht deshalb ganz obenauf im Wahlprogramm der Freien Wähler

Rückblick und Ausblick des Gemeindechefs

Doch bevor Bürgermeisterkandidat und FW-Vorsitzender Manfred Plößner die Kernthemen der FW-Mannschaft erläuterte, lobte der scheidende Bürgermeister seinen Favoriten für Vorbachs kommunalen Chefposten.  Werner Roder warb mit einem Leistungskatalog der letzten 24 Jahre um die Gunst der Wähler und stellte fest: „Die FWG war auch in manchmal rauhen Zeiten die bestimmende und gestaltende kommunalpolitische Kraft in der Gemeinde“. Beispielhaft verwies er auf die vielen Projekte der Grundversorgung, auf die Generalsanierung der Grundschule und der Turnhalle, den Straßen und Wegebau, Kita-Sanierung, Dorfladen, kommunales Mietwohngebäude und auf die segensreiche Dorferneuerung. Gleichzeitig sei die vormals überdurchschnittliche Verschuldung komplett abgebaut worden, stellte der Gemeindechef fest.

Besonders zum Thema Dorfladen sah Roder einen Knackpunkt im Dorferneuerungsverfahren.  Dieses Projekt sei der Türöffner für weitere Fördermaßnahmen gewesen.   Roder erinnerte an insgesamt 2,2 Millionen Euro staatliche Fördermittel. Der „Türöffner Dorfladen“ werde sich künftig auch für die weiteren Projekte, zum Beispiel beim großen Verfahren in Oberbibrach auszahlen. Der Bürgermeister warnte deshalb vor einem Schlechtreden des Dorfladens.  Das Betriebskostendefizit sei durch Entwicklungen entstanden, für das die Gemeinde nichts könne. Auch ein häufiger Personalwechsel habe dem Betrieb nicht gut getan. Optimieren und verbessern hieß deshalb die Devise des Gemeindechefs, wie es jeder andere Betrieb auch mache. Wichtig sei, dass die Bevölkerung zu „ihrem“  Dorfladen stehe. Dafür warb Roder auch beim FW-Bürgertreff.

Schwerpunkte der künftigen Arbeit

Nach diesem  Rückblick des amtierenden „Regierungschefs“ Werner Roder zeigte sich Manfred Plößner im gut besuchten Bürgertreff der Freien Wähler im Dorfwirt in Vorbach vorsichtig optimistisch, gemeinsam mit einer kompetenten Mannschaft und mit Unterstützung der Wählerschaft die überragende Gemeindepolitik von Werner Roder fortsetzen zu können.  Der FW-Bürgermeisterkandidat und Fraktionssprecher der Freien Wähler konzentrierte sich in Anwesenheit von Ehrenbürger Adolf Meier auf die Entwicklungsphasen der Freien Wählergemeinschaft, um danach einige Schwerpunkte künftiger kommunaler Projekte aufzugreifen. Plößner ging dabei unter anderem auf das Dorferneuerungsverfahren mit einhergehenden Hochwasserschutz in Oberbibrach ein, erläuterte die Gründung einer Teilnehmergemeinschaft zur Wahrung der Bürgerinteressen, plädierte für ein weiteres kommunales Mietwohnhaus in Oberbibrach und hob die Notwendigkeit der Leerstandbekämpfung in den Ortskernen hervor. „Nur Baugebiete erschließen und  gleichzeitig  indirekt Leerstände in der Ortschaften zu fördern, macht keinen Sinn“.

Eine sinnvolle Entscheidung nannte Plößner den Kauf eines neuen Feuerwehr-Löschfahrzeuges vom Typ LF 20 für die Vorbacher Wehr. Schlussfolgerung sei in Vorbach der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses.  Ein Zeitdruck für die Planung sollte deshalb allerdings nicht aufgebaut werden. Die Oberbibracher Wehr wird es freuen, dass sich Plößner auch dort für die Neubeschaffung eines Löschfahrzeuges aussprach.  Genugtuung herrschte auch über die gute Jugendarbeit der beiden Wehren. „Der Feuerwehrnachwuchs ist gesichert. Da kann man nur gratulieren“. Beim Stichwort „umwelt- und bienenfreundliche Gemeinde“ sprach sich Plößner für geeignete Anpflanzungen gemeindeeigener Flächen aus, plädierte für den nachhaltigen Umbau des Gemeindewaldes und versicherte den Jagdgenossenschaften eine gute Zusammenarbeit. 

Wasser ist das wichtigste Lebensmittel. Unter diesem Gesichtspunkt nahm der FW-Kandidat zum Nitratmonitoring für den Tiefbrunnen II der Gemeinde Stellung. Plößner berichtete von  komplizierten Sanierungsarbeiten und stellte zusammenfassend als wichtigstes Ergebnis des Hauptpumpversuches im August 2019 fest: „Die Nitratwerte von bis zu 20 mg je Liter liegen nun deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert der Trinkwasserverordnung“. Als äußerst positiv nannte er auch eine ausreichende Wasserschüttung der gemeindlichen Tiefbrunnen. „Die Wasserversorgung der Gemeinde ist deshalb gesichert“, merkte Plößner an.

 Auch das ländliche Kernwegenetz ist dem Kandidaten ein besonderes Anliegen.  Er verwies auf die Vorreiterrolle der Gemeinde Vorbach. Die Vorschläge von Bürgermeister Werner Roder seien von allen Seiten positiv aufgenommen und im ILEK-Programm der 10 Gemeinden des westlichen Landkreisteiles verankert worden.  Ziel sei es,  für eine zeitgemäße  Landwirtschaft ein bedarfsgerechtes Hauptwirtschaftswegenetz mit gemeindeübergreifenden Verbindungen zu schaffen. Wichtig sei, dass sich die Breite der Wege an den Größen land- und forstwirtschaftlicher Landmaschinen orientiere.

Die Kandidaten haben das Wort

Stolz ist der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler auf eine „prima Liste“, die motiviere und auf die er stolz sei, so Plößner. Eine Auswahl von Bewerbern stellte sich anschließend dem Wahlvolk vor. Zwar sah sich Stefan Kynast als „Zugereisten“. Doch nach 10 Jahren Vorbacher Luft fand er sich vor allem im Bereich des Sportgeschehens als Integrierten wieder. Der Betriebswirt lobte die Lebensqualität und Wohlfühlgemeinschaft des Dorfes und versprach, wie schon bisher die Vereine mit seinem ehrenamtlichen Engagement zu fördern. Auch Sandra Pittner fand ihre Heimat Vorbach als Ruhepol. „Das Landleben ist einfach schöner“, bemerkte die Marketing-Managerin. Als Mutter zweier Kinder ist Sandra Pittner besonders der kleine aber feine Schulstandort Oberbibrach wichtig. Viel Anerkennung erhielt auch die „Hängematte“. Der Verein nehme berufstätigen Eltern viel Last ab. Spielplätze attraktiver gestalten, die Gesundheitssparte des FC Vorbach und das wertvolle  Angebot des Kulturvereins fördern,  eine naturfreundliche Gemeinde und einen tollen Bürgermeisterkandidaten Manfred Plößner unterstützen, gehörte zu den weiteren  Wünschen und Zielen von Sandra Pittner.

Alexander Thurn lag  besonders ein ausreichender Wohnraum in der Gemeinde am Herzen. Der Berufsschullehrer begrüßte deshalb den Bau des kommunalen Wohngebäudes und warb für weitere Mietwohnungen auch in Oberbibrach.  In der Unterstützung der Vereinswelt als Fundamente des Heimatbewusstseins sah er ebenso weiteren Spielraum wie zum Beispiel beim neuen Verein „Selwa  gmacht“. Hier könnten auch mit Mitteln der Dorferneuerung  Akzente gesetzt werden.  Zudem empfahl Thurn: „Immer sachlich bleiben und auf humaner Ebene kommunizieren“.

Auch der Verwaltungsfachmann Christian Friedrich legte großen Wert auf eine zukunftsfähige Grundschule und auf die Förderung der Kinderbetreuung durch die „Hängematte“. Die Kinder auch in der Freizeit begleiten, gehörte zu den weiteren Vorschlägen.  In den Kurzvorstellungen weiterer Gemeinderatsbewerber war mit Blick auf den Schulstandort in Oberbibrach immer wieder vom Grundsatz „Kleine Füße, kurze Wege“ die Rede. Für ein Kinderferienprogramm ohne professionelle Hilfe  sprach sich Bürgermeisterkandidat Manfred Plößner aus. Mit den Vereinen als Programmgestalter könne sich schon frühzeitig ein Beziehungsgeflecht zwischen  Kids zu den Vereinen anbahnen.

Ein Grußwort sprach  Karl Lorenz aus Eschenbach. Der FW-Kreisrat gratulierte einem starken Bürgermeister Werner Roder und einer Vorbildgemeinde auf Landkreisebene und empfahl die Wahl von Manfred Plößner zum Bürgermeister.  Der Kandidat habe schon als Fraktionsführer der Freien Wähler im Kreistag Führungsqualität und Durchsetzungsvermögen bewiesen. Die Werbetrommel rührte Lorenz zudem für die Kreistagskandidaten der Freien Wähler.