Dominik Eckert
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95519 Oberbibrach
Hallo, mein Name ist Dominik Eckert.
Seit etwa 35 Jahren lebe ich in Oberbibrach: zunächst auf einem alten Bauernhof im Dorfzentrum, später in einer Neubausiedlung und heute in einem renovierten Haus. Doch nicht nur im Dorf selbst bin ich schon ein wenig herumgekommen. Auch in vielen anderen Regionen Bayerns – etwa in Amberg, Bayreuth, Erlangen, Fürth, München oder Waldkraiburg – habe ich berufsbedingt gewohnt. Was aus heutiger Sicht sicherlich bereichernde Erfahrungen waren, hätte ich zum damaligen Zeitpunkt gerne vermieden. Die wichtigste Erkenntnis, die ich daraus gezogen habe, lautet: „Daheim ist es am schönsten.“ Das liegt vor allem an den Menschen, an der vertrauten Umgebung und an den gewachsenen Vereinsstrukturen. Es liegt aber auch daran, dass man auf kommunaler Ebene sehr viel selbst bewegen kann – seine Umgebung also aktiv mitgestaltet.
Hier einige Beispiele:
Jugendarbeit
Zusammen mit meinen Kolleginnen aus Schlammersdorf konnten wir – seit 2017 bin ich Jugendbeauftragter – dank der großen Unterstützung der Vereine jedes Jahr ein vielfältiges Kinderferienprogramm sowie weitere Aktionen (z. B. Osterrätsel oder Nikolausbesuche) anbieten. Selbst während der Pandemie gelang es durch kreative Lösungen und eine hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten, ein attraktives Angebot aufrechtzuerhalten. Besonders das Dahamsam-Fest im Jahr 2020 hat eindrucksvoll gezeigt, was durch gute Zusammenarbeit möglich ist.
Umweltarbeit
Unsere Landschaft erfüllt nicht nur wirtschaftliche Zwecke, sondern dient auch der Erholung. Das schätzen viele Gemeindebürgerinnen und -bürger und nutzen dies regelmäßig, etwa beim Spazierengehen, Radfahren oder Joggen auf den Wegen rund um unsere Dörfer. (Dabei sollte man nicht vergessen: Viele der orts- und landschaftsprägenden Bäume wurden irgendwann einmal von jemanden gepflanzt.)
Eine intakte Flora und Fauna ist jedoch auch eine Grundvoraussetzung für eine gesunde Umwelt und muss dringend bewahrt werden. Aus diesem Grund gibt es seit einigen Jahren zwei Versuchsflächen (Alter Berg und Radweg nach Münchsreuth), auf denen durch die Umstellung des Mahdverfahrens (Sense statt Mulcher), gezielte Anpflanzungen und den Erhalt von Rückzugsflächen eine deutlich größere Artenvielfalt erreicht werden konnte.
Vereinsarbeit
Nach 25 Jahren als Schriftführer des MCO freue ich mich sehr, dass im vergangenen Jahr dank äußerst engagierter Mitglieder ein gelungener Generationswechsel vollzogen werden konnte. So können wir 2026 das 50-jährige Jubiläum feiern – und hoffentlich kommen noch viele weitere Jahrzehnte hinzu. Der MCO zeigt zudem beispielhaft, wie es durch Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft möglich ist, ein eigenes Vereinsheim zu errichten und dauerhaft zu erhalten.
Alle drei Beispiele verdeutlichen auch, dass es nicht immer großer finanzieller Anstrengungen seitens der Gemeinde bedarf. Das jährliche Budget für die Jugendarbeit lag bis 2024 bei 1.500 Euro und wurde ab 2025 auf 2.000 Euro erhöht. Die Mäharbeiten werden durch Fördermaßnahmen des Freistaats abgedeckt (auf Basis unterhalb des Mindestlohns), und der Motorradclub Oberbibrach hat seine Ziele stets durch Fleiß und kreative Lösungen erreicht. Eine Strategie, die mich auch in meiner Arbeit als Gemeinderat leitet.