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Aktuelles

Neues aus der Gemeinde

 

Der 11. Vorbacher Silvesterlauf

Aktuelle Informationen zum traditionellen Silvesterlauf finden Sie unter

www.fwg-vorbach.de/verein/silvesterlauf/silvesterlauf-2018/

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Mitteilungsblatt November 2018

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FWG-Haushaltsrede im Neustädter Kreistag im April 2018

Manfred Plössner stellt die Sichtweise der FWG-Fraktion zum Kreishaushalt 2018 dar.

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VERANSTALTUNGEN

Den Veranstaltungskalender für 2018/2019 im Gemeindebereich finden Sie hier

Bitte gehen Sie dazu im aufpoppenden Fenster auf den Reiter "Freizeit  & Tourismus", dann auf den Veranstaltungskalender.

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Jakobsweg 2010

Jakobsweg von Nürnberg ins Altmühltal

06.06.2010. Wandern im Zeichen der Muschel - zum dritten Mal in  Folge machten sich Wanderer aus Vorbach und Schlammersdorf auf den Weg, um einen der vielen Jakobswege in Deutschland zu erkunden. In diesem Jahr war es die erste Hälfte des Weges von Nürnberg nach Eichstätt im Altmühltal, insgesamt 45 Kilometer an eineinhalb Tagen.

Die sieben Vorbacher und die vier Schlammersdorfer hatten sich die bisher wärmsten Tage des Jahres ausgesucht. Am Morgen war am Bahnhof in Pegnitz die erste Hürde am Fahrkartenautomaten - der sich erneut als nicht unbedingt kundenfreundlich erwies - zu meistern. Dies gelang auch nach einigen Fehlversuchen, so dass man mit dem preisgünstigen VGN-Ticket für die folgenden beiden Tage die öffentlichen Verkehrsmittel im Bereich des Verkerhsverbundes nutzen konnte. Dies tat man natürlich nur eingeschränkt, denn schließlich ging es ja ums Wandern.

Mir der Bahn erreichten wir den Nürnberger Hauptbahnhof, und mit der versierten Unterstützung eines jungen "Fremdenverführers" (er verdiente sich ein kleines Taschengeld) per U-Bahn und Straßenbahn den südlichen Stadtrand mit dem Ortsteil Finkenbrunn, wo es dann endlich losging.

Der Jakobsweg führt hier zunächst entlang des 1843 eröffneten Ludwig-Donau-Main-Kanals. Am früheren Treidelweg verläuft die Strecke am Kanal entlang nach Worzeldorf. Um die Mittagszeit erreichten die Wanderer das noble Wendelstein. Hier wurde in einem Biergarten die erste Rast gemacht. In diesem Ort leben offenbar überwiegend die Betuchteren, die bereit sind 5,40 € für eine Flasche Mineralwasser zu bezahlen. Wir fanden es ein wenig unverschämt und gingen dann schnell weiter. Da sich alle Teilnehmer (im Alter von 11 bis 68 Jahre) als sehr fit erwiesen, wählten wir einen kleinen Umweg, marschierten zunächst nach Sperberslohe, dann über Furth zum Tagesziel nach Schwand in der Gemeinde Schwanstetten. Dort waren wir in drei Quartieren vorzüglich untergebracht und genossen in der Bürgerstube ein gutes und preiswertes Abendessen in einem wunderbaren Ambiente an einem schönen lauen Sommerabend.

Am nächsten Morgen trafen wir uns um 7.00 Uhr zum Frühstück, um dann gut gestärkt die zweite Hälfte der Wanderung zu beginnen. Unterwegs auf dem Jakobsweg - wird da auch gebetet? - so lautete die Frage einiger Bekannter vor dem Beginn unserer Tour. Man muss nicht, aber man kann. Für die elf Teilnehmer war das keine Frage, an beiden Tagen sammelten wir uns wiederholt beim (Rosenkranz-)Gebet und brachten dabei unsere Anliegen und unseren Dank vor Gott. Mehrfach unterbrachen wir die Wanderung auf dem durchwegs gut ausgeschilderten Weg für eine kleine Rast. An beiden Tagen wurden in vielen Gesprächen gute Gedanken ausgetauscht.

Bei prächtiger Stimmung und in bester Harmonie kamen wir um die Mittagszeit zum Rothsee. Hatten wir in all den Stunden vorher meist nur Begegnungen mit vielen Radfahrern, so änderte sich dies nun total:  touristisch bestens erschlossen, und begünstigt durch das wunderbare Wetter, trafen wir nun auf wahre Menschenmassen, die am kleinsten See innerhalb der Fränkischen Seenplatte den Sonntag genossen.

Wir gingen weiter nach Hilpoltstein, wo wir um die Mittagszeit in einem Biergarten in der wunderschönen Altstadt landeten. Die Küche war um dies Zeit etwas überfordert, wir mussten uns mit zwei Brotzeittellern begnügen. Dann marschierten wir weiter zum nahegelegenen Bahnhof. Über Roth und Nürnberg fuhren wir zurück nach Pegnitz, wo wir um 16.20 Uhr dem Zug entstiegen.

Die knapp zweitägige Wanderung hat den Beteiligten großen Spaß gemacht. Es war ein Kurzurlaub der besonderen Art, bestens geeignet, um einmal abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Die hier gewählte Etappe ist empfehlenswert für alle, die sich gerne bewegen. Sie erfordert keine besonderen Voraussetzungen, da die gesamte Strecke relativ eben und meist in schattenspendenden Wäldern verläuft. Bei einer täglichen Strecke von ca. 20 km sollte sie auch für die meisten Menschen locker zu bewältigen sein.

Bei genügendem Interesse wird es gewiss im nächsten oder übernächsten Jahr eine Fortsetzung des Jakobsweges für alle Interessierten aus Vorbach und Umgebung geben. Zunächst einmal haben sich zwei der Teilnehmer, die bereits zum dritten Mal dabei waren, "qualifiziert" für den richtigen Jakobsweg: sie werden knapp vier  Wochen im August den südlichen Jakobsweg in Spanien nach Santiago de Compostela in Angriff nehmen. Wir drücken die Daumen (und sind auch ein wenig neidisch). Und wir sind gespannt auf den Reisebericht, denn manche behaupten, es gibt ein Leben vor Santiago und ein Leben nach Santiago!

 

Jakobsweg 2009