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Aktuelles

Neues aus der Gemeinde

 

Der 11. Vorbacher Silvesterlauf

Aktuelle Informationen zum traditionellen Silvesterlauf finden Sie unter

www.fwg-vorbach.de/verein/silvesterlauf/silvesterlauf-2018/

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Mitteilungsblatt November 2018

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FWG-Haushaltsrede im Neustädter Kreistag im April 2018

Manfred Plössner stellt die Sichtweise der FWG-Fraktion zum Kreishaushalt 2018 dar.

Lesen Sie hier ...

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VERANSTALTUNGEN

Den Veranstaltungskalender für 2018/2019 im Gemeindebereich finden Sie hier

Bitte gehen Sie dazu im aufpoppenden Fenster auf den Reiter "Freizeit  & Tourismus", dann auf den Veranstaltungskalender.

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26. November 2013: Freie feiern runden Geburtstag

Vorbach (Eigenbericht). Mit Tanja Schweiger aus Regensburg, der neben Hubert Aiwanger profiliertesten Politikerin der Freien Wähler in Bayern, als Ehrengast feierte die Freie Wählergemeinschaft Vorbach-Oberbibrach-Höflas ihren 30. Geburtstag. Breiten Raum nahm der Rückblick auf die sehr bewegte Geschichte der Wählervereinigung ein.

Vorsitzender  Eduard Stopfer begrüßte Mitglieder der FW-Kreisvorstandschaft, Vertreter der benachbarten Ortsgruppen aus Schlammersdorf, Speinshart und Eschenbach und die eigenen Mitglieder, darunter einige Neumitglieder.

Die Anfänge der Freien Wähler in Vorbach fielen in die Zeit eines schwierigen Umbruchs. Die 1978 erfolgte Fusion der ehemals selbständig2n Gemeinden Vorbach und Oberbibrach hatte gravierende Änderungen gebracht und war auch vor 30 Jahren von vielen Gemeindebürgern mit Misstrauen begleitet. Als vor den Kommunalwahlen 1984 erstmals eine Parteiliste in Vorbach aufgestellt wurde, regte sich sofort Widerstand: In allen Ortsteilen erklärten politisch interessierte Bürger, dass sie eine Kandidatur auf einer parteifreien Liste bevorzugten. Unter der Führung von Wolfgang Schmid und Robert Biersack, damals beide noch keine 30 Jahre alt, wurde mit Emil und Heinrich Schatz , Hermann Sendlbeck, Gerd Retzer und Johann Kraus die neue Vereinigung aus der Taufe gehoben. Bei der ersten Wahl konnten die Freien Wähler sofort drei von acht Mandaten erringen.

1990 stellte die junge Gruppierung mit Johann Kraus aus Höflas erstmals einen Bürgermeisterkandidaten, er unterlag seinem politischen Kontrahenten Anton Schecklmann nur knapp. Sechs Jahre später lief es dann genau umgekehrt: Diesmal hatte Werner Roder, gerade 32 Jahre alt, einen hauchdünnen Vorsprung von 13 Stimmen. Im nun 12köpfigen Gemeinderat nahmen die Freien Wähler fünf Mandate ein. Beim letzten Wahlgang 2008 konnten sogar nochmals zwei weitere Mandate hinzugewonnen werden.

In den vergangenen 17 Jahren sei die politische Arbeit in der Gemeinde maßgeblich durch  die Freie Wählergemeinschaft geprägt gewesen. Der Ausbau der Infrastruktur lasse sich an unzähligen Projekten aufzeigen: Maßnahmen der Dorferneuerung, Abschluss der Arbeiten an Kanalisation und Kläranlage, Wegebau, Schulhausgeneralsanierung als Maßnahme der Zukunftsssicherung, Ausweisung und Errichtung von Baugebieten – Meilensteine der Dorfentwicklung, die Bürgermeister und FWG-Räte im Diskussionsprozess mit den CSU-Kollegen und ehemals auch SPD-Vertretern auf den Weg gebracht hätten. Verschiedene Maßnahmen seien in dieser Zeit erst durch viele freiwillige Arbeitsstunden der Freien Wähler möglich geworden, wie etwa die Renovierung von Gemeindekanzlei und Sitzungssaal im Jahr 1996 oder die Errichtung von Gehwegen innerhalb der Gemeinde.

Die Unterstützung aller Vereine und Feuerwehren – sie sind seit jeher die Träger des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens und Garanten für die Zukunftsfähigkeit des Dorfes - stellte stets einen wichtigen Baustein für die FWG dar. Viele ihrer Frauen und Männer haben in den Vereinen und in der Kirche selbst Verantwortung übernommen.

Die Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens stellt einen wichtigen Teilaspekt in der Programmatik der Freien Wähler dar. Im seit fast 20 Jahre bestehenden Kinderferienprogramm hat die FWG bisher stets eine Veranstaltung beigesteuert. Bei den Vorbacher Dorffesten ist die Weinlaube eine für viele sehr willkommene Anlaufstation. Ausflüge mit dem Fahrrad oder zu Fuß, in der Ebene und im Gebirge, tragen sehr zur Förderung des Gemeinschaftsgeistes bei. Seit 1988 wird mit dem Silvesterlauf, der auch weit über die Gemeindegrenzen hinaus eine feste Fangemeinde gefunden hat, das Jahresprogramm sportlich beeendet.

Bereits von Anfang an habe man – in einer Zeit, als Schuldenmachen in allen politischen Ebenen noch populär war – die „Vorbacher Schuldenbremse“ eingerichtet: Betrug der gemeindliche Schuldenstand 1996 noch 850 000 €, hat man am Jahresende 2013  fast zu vernachlässigende Verbindlichkeiten in einer Höhe von ca. 20.000 € . Bemerkenswert ist dieser Erfolg, weil  gemeindlichen Investitionen auf hohem Niveau umgesetzt wurden, während sich gleichzeitig die Gewerbesteuereinnahmen nur unterdurchschnittlich entwickelten.

Für die Zukunft sehe man sich gut gerüstet. Derzeit arbeite man auf Hochtouren an der Vervollständigung einer attraktiven und zugkräftigen Gemeinderatsliste für die Kommunalwahl am 16. März. Zudem hoffe man, bei der Nominierung am 3. Januar in Oberbibrach erneut einen Bürgermeisterkandidaten präsentieren zu können.

Tanja Schweiger würdigte die erfolgreiche Basisarbeit in Vorbach und in den Ortsgruppen im Kreis Neustadt/Wn. Die Leistungen in den vergangenen 30 Jahren seien ein eindrucksvoller Beleg für das große Vertrauen, das Bürgerinnen und Bürgern den Freien Wähler-Gruppierungen  in ganz Bayern entgegenbrächten, wo überproportional viele Mandate in den Gemeinde- und Kreisparlamenten sowie Bürgermeister und Landräte von Freien Wählern eingenommen würden. Mit dem Ergebnis der Landtagswahl zeigte sie sich hochzufrieden: Beim Wahlgang 2013 sei die Wechselstimmung nicht so stark ausgeprägt gewesen wie fünf Jahre zuvor, aber man habe sich als drittgrößte Fraktion im Landtag behaupten können.

Im Landtag wolle sie zusammen mit ihren FW-Kollegen weiter für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen des Freistaates kämpfen.  Sie sehe sich vor allem auch als Fürsprecherin der Kommunen in strukturschwachen Teilen des Landes. Dazu gehöre auch die Beteiligungsgerechtigekeit für Menschen mit behinderung. Die Inklusion in den Schulen sei ein wichtiger erster Schritt, allerdings sei die von den Freien Wählern geforderte Umsetzung des Konnexitätsprinzips, die zu einer Entlastung der Kommunen als Sachaufwandsträger der Schulen führen würde, noch nicht realisiert. Wegen des Streits um die Finanzierung zwischen Kommunen und Land seien die Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Inklusion vielerorts noch nicht gegeben. Schweiger bedauerte, dass es nicht gelungen sein, die Fehlentwicklungen bei der Kinderbetreuung als Folge des  BayKiBiG zu beseitigen. Das neue Gesetz habe in  Kindertagesstätten zu einem riesigen Verwaltungsaufwand geführt. Eine angemessene Entlohnung der Erzieherinnen halte sie für viel wichtiger als das in vielen Augen unsinnige Betreuungsgeld. Weiter forderte sie im Hinblick auf eine größere Planungssicherheit für Erzieher und Eltern eine grundlegende staatliche Sockelfinanzierung. Damit wäre eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine Steigerung der Attraktivität des Erzieherberufs möglich.

Mit Grußworten des FW-Kreisvorsitzenden Manfred Plößner und des 1. Bürgermeisters Werner Roder - beide zeigten sich stolz über das Erreichte und mahnten dazu, mit den Anstrengungen für eine lebens- und liebenswerte Heimatgemeinde nicht nachzulassen - endete der offizielle Teil der Festveranstaltung.