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Abwassergebühren - so hoch wie sonst nirgends

 

 

Die Aussage, dass die Gemeinde Vorbach die höchsten Abwasserpreise hätte, ist falsch. In unserer Gemeinde werden seit dem 01.01.2013 3,69 € pro m³ Abwasser erhoben (vorher: 2,95 €). Das ist ein sicherlich ein vergleichsweise hoher Preis, bei weitem aber nicht der Spitzenwert im Landkreis. So beträgt die Abwassergebühr in Teilen der Gemeinde Tännesberg z. B. 4,66 € bzw. sogar 7,53 € pro m³.

Hier noch einige Vergleichswerte aus umliegenden Gemeinden:

  • Kirchenthumbach 3,23 € bzw. 2,97 €
  • Neustadt a. Kulm 3,65 €
  • Schlammersdorf 2,97 €
  • Speinshart 2,75 €
  • Trabitz 2,76 €

Inwieweit die Abwassergebühren in den genannten Gemeinden kostendeckend sind, kann von hieraus nicht beurteilt werden. Der Gemeinderat in Vorbach hat jedenfalls die sicherlich unpopuläre Entscheidung über die Anhebung der Abwassergebühr nicht auf die Zeit nach der Kommunalwahl 2014 verschoben.

Im Übrigen sollte man einige Dinge wissen oder in Erinnerung rufen, um den aktuellen Abwasserpreis in Vorbach zu verstehen:

  1. Bei der Abwasserentsorgung handelt es sich um eine sog. kostenrechnende Einrichtung. Konkret heißt dies: Die Gemeinde ist verpflichtet, die anfallenden Kosten vollständig durch die Gebühren zu finanzieren. Die Gemeinde hat hier letztlich keinen Ermessensspielraum. Die Erhöhung der Abwassergebühren zum 01.01.2013 wurde im Gemeinderat von Vertretern beider Fraktionen bedauert, aber - letztlich pflichtgemäß - einstimmig beschlossen.
  2. Dass die Gebühren nun stark steigen, ist so überraschend nicht. Zu Beginn der 90er Jahre war die letztlich eingeführte Abwasserentsorgung im sog. "Mischsystem" mit einer zentralen Kläranlage zwischen Oberbibrach und Moos stark umstritten. Dieses System hat zur Folge, dass neben dem Schmutzwasser auch große Regenwassermengen zur Kläranlage gepumpt werden müssen. In Zeiten steigender Energiepreise steigen dadurch die anfallenden Kosten überproportional. Vor mehr als 20 Jahren haben viele Bürger, vor allem auch aus unseren Reihen, eine Petition beim Bayerischen Landtag eingereicht, um eine dezentrale Abwasserentsorgung zu ermöglichen. Die Petition wurde damals leider abgelehnt. Heute zeigt sich, dass die damaligen Gegner des Mischsystems und der zentralen Abwasserentsorgung Recht hatten. Leider wurden sie früher nicht ernst genommen.
  3. Es ist unredlich, wenn man jetzt diejenigen für hohe Gebühren verantwortlich machen will, die sie ursprünglich mit großem persönlichem Einsatz verhindern wollten. Leider werden wir in Folge der Entscheidung in den frühen 90er Jahren auch in Zukunft mit weiter steigenden Abwassergebühren zu leben haben.